erholsam schlafen

Bedeutung

Erholsamer Schlaf ist wichtig und kraftspendend.  Es gibt einige Verhaltensweisen und Tipps, die einen gesunden Schlaf fördern. Die Steigerung des eigenen Wohlbefindens (und die Stärkung des bei Menschen mit Krebs häufig angegriffenen Immunsystems) liegt auch in Ihrer Hand.

Handlungsmöglichkeiten

Sie können Ihre Schlafqualität beeinflussen, indem Sie einige einfache Regeln beachten.

Überprüfen Sie zunächst Ihre Schlafumgebung: Ein bequemes Bett und ein abgedunkelter, ruhiger Raum bieten gute Voraussetzungen. Das Zimmer sollte zudem mit ausreichend frischer Luft versorgt und eher kühl als warm sein.

Auch wenn es grundsätzlich keine Ernährungsgewohnheiten gibt, die den Schlaf stören, sollten Sie ungewohnt üppige Mahlzeiten spät in der Nacht eher vermeiden. Selbstverständlich zählt hierzu auch die Aufnahme von Stimulanzien wie Kaffee, Tee oder Cola – umgehen Sie diese die letzten drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen. Dies gilt ebenfalls für das anregend wirkende Nikotin, das nächtliche Entzugserscheinungen und Schlafstörungen verursachen kann. Auch Alkohol hilft zwar zunächst beim Einschlafen, führt im weiteren Schlafverlauf jedoch zu Unterbrechungen und frühem Erwachen.

Empfohlen wird zudem regelmäßig ausgeführter Sport, denn Bewegung am Tage fördert den Schlaf. Auch in diesem Zusammenhang ist jedoch zu beachten: Treiben Sie keinen ungewohnt belastenden Sport in den Stunden vor der Schlafenszeit – dieser Tipp richtet sich vor allem an körperlich wenig trainierte Menschen.

Stress und Probleme im Alltag sind schlafstörende Faktoren. Seien Sie sich dessen bewusst und arbeiten Sie an einer Problemlösung mit Hilfe von privaten oder professionellen Gesprächen.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSS) macht desweiteren darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die Beziehung zwischen Schlaf und Schlafzimmer zu normalisieren. Reduzieren Sie die schlaflose Zeit im Bett. Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie müde sind und stehen Sie wieder auf, wenn Sie nach zehn Minuten im Bett noch wach sind. Vom nächtlichen Blick auf die Uhr rät die DGSS Schlaflosen außerdem dringend ab – erzeugen Sie keinen Zeitdruck.

Ein Minimum von sechs Stunden Schlaf sollte nicht unterschritten werden. Die Verminderung der Schlafdauer (Schlafrestriktion) sollte nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden.

Entspannungsübungen wie Meditation, Biofeedback oder Hypnose können Methoden sein, um Schlafprobleme zu mindern. Professionell erlernt sollten Sie, wenn möglich, täglich ausgeführt werden. Dies gilt allgemein für Techniken, die Ihnen zu Entspannung verhelfen.

Quellen

Dieser Text entstand auf der Grundlage von:

  • Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (Hrsg.) (2011): Patientenrategeber Schlafhygiene. (Letzter Stand: 18.07.2014)

Dieser Text wurde erstellt am 30. Juni 2015 und zuletzt überprüft am 26. Juli 2016.

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