gesund essen

Bedeutung

Eine bewusste Ernährung ist entscheidend, weil Sie dadurch Ihr Allgemeinbefinden und Ihre Lebensqualität steigern können. Durch die richtige Menge an Nährstoffen können Sie beispielsweise Ihr Immunsystem stärken, Mangelernährung und Gewichtsverlust vorbeugen oder unerwünschte Wirkungen der Therapie lindern.

Handlungsmöglichkeiten

Ihre Möglichkeiten der Einflussnahme sind vielfältig. Zunächst einmal können Sie sich ausgewogen und vollwertig ernähren. Wenn das aufgrund einer Operation oder Therapie nicht möglich ist, können Sie Ihre Kost an den durch die Erkrankung oder Behandlung veränderten Organismus anpassen. Ist beispielsweise der Magen- und Darmtrakt belastet oder wollen Sie ihrem Körper schwer Verdauliches nicht zumuten, ist eine leichte Vollkost empfehlenswert. Bei  ungewolltem Gewichtsverlust sollte zunächst die Ursache geklärt werden: Ist es der durch den Tumor veränderte Stoffwechsel oder leiden Sie unter den Folgen der Strahlen- oder Chemotherapie? Ist dies geklärt, kann ggf. durch Nahrungsergänzungmittel dem Problem entgegengewirkt werden. Von den vielfach empfohlenen Krebsdiäten raten Fachleute aufgrund ihrer Einseitigkeit und der daraus resultierenden Belastung für den ohnehin geschwächten Körper ab. Ihre Psyche hingegen sollten Sie nicht vernachlässigen, denn die steht bekanntlich in engem Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden und auch mit einer bewussten und guten Ernährung.

Wollen Sie detaillierten, auf Ihre individuelle Situation eingehenden Rat, empfehlen wir Ihnen, sich an einen qualifizierten Ernährungsberater zu wenden. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn der Begriff „Ernährungsberater" ist nicht gesetzlich geschützt. Anerkannt sind Dipl. Ernährungswissenschaftler, Dipl. Oecotrophologen, Dipl.-Ing. Ernährungs- und Hygieneberater, Diätassistenten und Ärzte mit gültigem Fortbildungsnachweis in Ernährungsmedizin. Als Anlaufstellen, um qualifizierte Fachleute zu finden, sind die Beratungsstellen von Kliniken oder Fachverbände und Gesellschaften geeignet. Manche, wie beispielsweise der Berufsverband der Oecptrophologen, bieten auf ihren Internetseiten Suchmöglichkeiten an, um einen geeigneten Ernährungsberater zu finden.

Quellen

Dieser Text entstand auf der Grundlage von:

  • Deutsche Krebshilfe (Hrsg.) (2011): Ernährung und Krebs. Die blaue Reihe Heft, Nr. 46.
    >> Link zum Text (PDF)
  • Deutsche Krebshilfe (Hrsg.) (2013): Fatigue. Chronische Müdigkeit bei Krebs. Die blaue Reihe, Heft Nr. 51.
    >> Link zum Text (PDF)

Dieser Text wurde erstellt am 30. Juni 2015 und zuletzt überprüft am 26. Juli 2016.

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