sich bewegen

Bedeutung

Bewegung ist wichtig, weil Sie Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden und Ihre soziale Situation positiv beeinflussen kann. Sie bietet eine Möglichkeit, aktiv zur eigenen Genesung beizutragen – von der Verbesserung der körperlichen Fitness bis zum Abbau von Ängsten oder Unlust.

Handlungsmöglichkeiten

Lange galt die Kombination Sport und Krebs als risikoreich. Mittlerweile ist aber erwiesen, dass zu viel Ruhe den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System eher schwächt. Bewegung sollte daher bereits während der Therapie als Option in Betracht gezogen werden.

Sie können in vier unterschiedlichen Bereichen etwas für sich tun: Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Wichtig ist dabei die Absprache mit Ihrem Arzt, denn selbstverständlich gibt es Situationen, in denen sportliche Aktivitäten absolut nicht empfehlenswert sind.

Wenn aus medizinischer Sicht nichts gegen körperliche Aktivität spricht, können Sie auch schon kurz nach einer Operation damit beginnen, Ihren Körper in Bewegung zu bringen. Als erste Schritte bieten sich hier vor allem Koordinationsübungen zur Stärkung des Zusammenspiels von Muskeln und Nerven an – ein Physio- oder Bewegungstherapeut kann Sie dabei anleiten und unterstützen. Im weiteren Krankheits- bzw. Therapieverlauf können Sie Krafttraining gegen den Muskelabbau, Ausdauertraining für die allgemeine Fitness und Übungen für Gelenkigkeit und Lockerung der Muskulatur einsetzen.

Natürlich ist auch bei der Bewegungstherapie eine individuelle Herangehensweise wichtig: Jede Tumorerkrankung ist anders und dementsprechend auch die jeweilige sporttherapeutische Herangehensweise. Dementsprechend sollte jede/r Betroffene sein/ihr eigenes Tempo und Ausmaß finden. Generell gilt jedoch: Je weniger Sie sich bewegen, desto mehr werden Ihre Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit abnehmen. Darum bringen Sie Ihr Leben in Bewegung. Klassiker wie „Fahrrad statt Auto zum Bäcker" und „Treppe statt Fahrstuhl in den nächsten Stock" helfen, neue Kraft zu sammeln und nicht in einen Teufelskreis aus Bewegungsunlust und Immobilität zu geraten.

Quellen

Dieser Text entstand auf der Grundlage von:

  • Deutsche Krebshilfe (Hrsg.) (2011): Bewegung und Sport bei Krebs. Die blaue Reihe, Heft Nr. 48.
    >> Link zum Text (PDF)

Dieser Text wurde erstellt am 30. Juni 2015 und zuletzt überprüft am 26. Juli 2016.

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