Akupunktur

Seriösen Anbieter finden

In vielen Ländern ist Akupunktur zum jetzigen Zeitpunkt eines der beliebtesten und am meisten verbreiteten und akzeptierten Verfahren der Komplementärmedizin. Viele Krebszentren bieten Akupunktur an.

Insgesamt sind Personen, die Akupunktur anbieten, aber sehr unterschiedlich ausgebildet und haben nicht alle ausreichend Behandlungserfahrung. Die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. teilt ihre Mitglieder ein in 1) „A-Diplom" = Grundausbildung (120 Ausbildungsstunden), 2) „Zusatzbezeichnung" (200 Ausbildungsstunden + 2-jährige Ausübung) und 3) „B-Diplom" = Vollausbildung (360 Ausbildungsstunden). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt je nach Vorkenntnissen zwischen 500 und 1.000 Ausbildungsstunden für Menschen, die Akupunkturbehandlungen anbieten möchten.

Folgende Websites bieten Suchfunktionen an, um geprüfte Akupunkteure zu finden:


Diese Fragen können Sie stellen, um zu erfahren, ob ein Anbieter von Akupunktur seriös ist:

  • Wie viele Ausbildungsstunden umfasste Ihre Ausbildung? (Auch mit kürzeren Ausbildungen im Rahmen einer ärztlichen oder pflegerischen Fortbildung und einer längeren Anwendungserfahrung können gute Ergebnisse erzielt werden. Eine solide Akupunktur-Ausbildung umfasst jedoch mindestens 120 Ausbildungsstunden.)
  • Über wie viele Jahre Berufserfahrung verfügen Sie? (Je länger die Erfahrung, desto besser, gerade bei einer kürzeren Ausbildungszeit.)
  • Wie viel kostet eine Sitzung bei Ihnen? (Normalerweise liegen die Kosten zwischen 30 und 90 Euro.)
  • Können Sie mir die Behandlungsräume zeigen? (In den Behandlungsräumen sollten Sie sich gut aufgehoben fühlen. Der Raum sollte ausreichen beheizt sein und die Möglichkeit bieten, sich während der Behandlung zu entspannen.)
  • Falls Sie gerade in einer konventionellen Therapie sind, erzählen Sie davon und achten Sie auf die Reaktion des Akupunkteurs. Sieht er sein Angebot als Ergänzung oder möchte er vielleicht sogar die konventionelle Therapie mit der Akupunktur ersetzen? Letzteres ist ein Zeichen dafür, dass das Angebot nicht seriös ist und dass Sie sich besser weiter umschauen.

Kosten

Ein halbstündiger Termin kostet üblicherweise zwischen 30 und 90 Euro. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Akupunktur bei Krebserkrankungen bisher nicht standardmäßig. Wenden Sie sich bei Bedarf an eine Vertreterin oder einen Vertreter Ihrer Kasse an und besprechen Sie die Möglichkeiten einer Kostenübernahme durch eine private oder gesetzliche Krankenversicherung.

Fragen

Wichtig ist, dass Sie im Erstgespräch mit ihrem Arzt/Akupunkteur zentrale Fragen klären, z.B.:

  • Wie viele Sitzungen schlagen Sie mir vor?
  • Wie lange dauert eine Sitzung?
  • In welchem zeitlichen Abstand raten Sie mir, die Termine zu legen?
  • An welchen Körperstellen werde ich akupunktiert?
  • Wie lange bleiben die Nadeln in der Haut?
  • Kann ich nach der Behandlung ganz normal mit dem Auto oder dem Fahrrad nach Hause fahren?
  • Ich stelle mir die Akupunktur schmerzhaft vor. Welche Rückmeldungen bekommen Sie von anderen Patienten und was passiert, wenn sich meine Befürchtung bewahrheitet?
  • Übernimmt die Krankenkasse in meinem Fall die Kosten?

Video

Anhand eines Patientenbeispiels veranschaulicht Dr. med. Voiß der Kliniken Essen-Mitte wie Akupunktur als komplementärmedizinische Behandlungsmethode bei krebsbedingter Fatigue angewandt werden kann, und wie deren Wirksamkeit zu bewerten ist.

(06:57 Min.)

weiterführende Informationen

  • Die Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. (AGTCM) ist eine berufsübergreifende Interessensgemeinschaft und setzt sich seit 1954 für Qualität in Lehre und Anwendung der Chinesischen Medizin, für die Bewahrung traditioneller Werte sowie die Vermittlung und Weiterentwicklung der Chinesischen Medizin in ihrer Vielfalt ein.
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  • Die Deutsche Akademie für Akupunktur e.V. (DAA) wurde 1973 gegründet und ist ein Ausbildungs- und Forschungszentrum der Traditionellen Chinesischen Akupunktur sowie auch moderner Akupunkturverfahren.
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    Sie bietet auch gezielt Informationen für Patientinnen und Patienten.
    >> Link zur Patienteninformation
     
  • Die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) sitzt in München und setzt sich seit 1951 für Akupunktur ein. Sie ist engagiert in Ausbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit und informiert u.a. auch über „Chronische Müdigkeit. Neue Energie tanken mit Akupunktur".
    >> Link zur Webseite

     
  • Die Deutsche Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie e. V. (DGfAN) wurde 1971 gegründet und ist eine Fachgesellschaft für Akupunktur, Neuraltherapie und Manuelle Medizin. Sie hat einen ganzheitlichen Ansatz und bietet Aus-, Fort- und Weiterbildungen an.
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  • Die Societas Medicinae Sinensis – Internationale Gesellschaft für Chinesische Medizin e. V. (SMS) wurde 1978 in München gegründet. Der gemeinnützige Verein bietet u. a. Ausbildungen in Akupunktur sowie Informationen zu Traditioneller Chinesischer Medizin und den ergänzenden Bereichen Tuina, Qigong und Ernährungslehre.
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  • Der Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums hat Informationen zu Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie veröffentlicht.
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  • Verschiedene Krankenkassen haben unter dem Namen "gerac" (German acupuncture trials) Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur initiiert.
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  • Die Arbeitsgemeinschaft PRIO (Prävention und Integrative Onkologie) der Deutschen Krebsgesellschaft, stellt auf ihrer Website Informationen zu Akupunktur zum Download bereit.
    >> Link zum Download
     
  • Die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln (IWENV) informiert über komplementäre Behandlungsverfahren, wie beispielsweise Akupunktur.
    >> Link zur Information
     
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