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QiGong

Seriösen Anbieter finden

Der Begriff „QiGong- Lehrer/Lehrerin" ist nicht geschützt und sagt nichts über die Qualifikation der Lehrenden aus. Viele QiGong-Lehrer besitzen keinen medizinischen Hintergrund, sondern haben sich im Rahmen einer besonderen Ausbildung qualifiziert. Manchmal dokumentiert ein Zertifikat den Abschluss der Ausbildung. Wenn ein/e QiGong-Lehrer/in an einer zertifizierten Ausbildung mit mindestens 300 Unterrichtseinheiten teilgenommen hat, wird ihre/seine Tätigkeit üblicherweise von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Dann können die Kosten für einen Kurs teilweise oder komplett erstattet werden. Verschiedene Krankenkassen handhaben dies unterschiedlich. Am besten informieren Sie sich vorab bei Ihrer Kasse, ob und in welchem Umfang die Kosten für einen QiGong-Kurs übernommen werden. Eventuell können Sie dort auch Informationen über anerkannte Angebote erhalten. Viele durchaus empfehlenswerte Schulen mit guten Angeboten sind allerdings nicht von den Krankenkassen anerkannt.

Folgende Webseite bietet eine Suchfunktion, um von der Deutschen QiGong Gesellschaft e.V. anerkannte Kursleiterinnen und -leiter zu finden (Achtung: das bedeutet nicht automatisch, dass die Kosten für diese Kurse auch von Ihrer Krankenkasse übernommen werden):

>> Link zur Webseite der Deutschen QiGong Gesellschaft e.V.

Diese Fragen können Sie stellen, um zu erfahren, ob ein QiGong-Anbieter seriös ist:

  • Haben Sie Erfahrungen mit QiGong bei Menschen mit Krebs? (Je umfangreicher die Erfahrung, desto eher kann der/die Anleiter/in auf Ihre Situation eingehen.)
  • Wie lange sind Sie schon als QiGong-Lehrer/in tätig? (Je länger eine Person Kurse anleitet, desto größer ist ihr Erfahrungsschatz. Aber auch das Interesse an aktueller Forschung bezüglich des Übungsgegenstands ist ein Indiz für eine/n gute/n Lehrer/in.)
  • Welche Ausbildung haben Sie absolviert? Haben Sie ein Zertifikat? (Die meisten Ausbildungsinstitute stellen ihren Teilnehmern Zertifikate aus. Darauf ist üblicherweise die Dauer der Ausbildung sowie das Institut und der Teilnehmer-Name vermerkt.)
  • Sind Ihre Kurse von den Krankenkassen anerkannt? (Die Anerkennung durch die Krankenkassen erfolgt üblicherweise, wenn ein QiGong-Lehrer bei einer anerkannten Einrichtung einen Kurs mit mindestens 300 Unterrichtseinheiten absolviert hat.)
  • Wo bzw. in welchem Umfeld wird das Training stattfinden? (Das Training sollte in einer für Sie angenehmen Umgebung stattfinden. Sie sollten sich wohl fühlen und genügend Platz für die Bewegungen haben.)
  • Kann ich die Übungen bei Unwohlsein abbrechen? (Eine Unterbrechung sollte zu jeder Zeit möglich sein.)
  • Wieviel kostet ein Kurs und werden die Kosten von meiner Krankenkasse übernommen? (Wenn der Anleiter/die Anleiterin ein durch die Krankenkasse anerkanntes Zertifikat vorlegen kann, werden die Kosten im Normalfall zu einem gewissen Anteil übernommen.)
  • Ist es möglich, zur Probe an zwei bis drei kostenfreien Unterrichtseinheiten teilzunehmen? (Gute Lehrerinnen und Lehrer haben in der Regel Zutrauen zu ihren Fähigkeiten und bieten kostenfreie Probestunden an.)

Kosten

Die Kosten für QiGong variieren stark und hängen von der jeweiligen Anwendungsform ab. Für eine Übungseinheit sollten Sie zwischen 10 und 15 € einplanen. Meistens werden Kurse mit acht bis zehn Übungseinheiten angeboten. Danach können Sie selbstständig üben und bei Bedarf weitere Kurse absolvieren. Häufig beteiligen sich die Krankenkassen an den Kosten für einen QiGong-Kurs. Auskunft zur Kostenübernahme erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder ggf. auch bei Anbietern von Kursen.

Fragen

Mögliche Fragen vor der ersten Anwendung:

  • Wie lange dauert eine Unterrichtseinheit?
  • Wie viele Unterrichtseinheiten schlagen Sie mir vor?
  • Was muss ich vor der ersten Unterrichtseinheit beachten?
  • Benötige ich Hilfsmittel oder muss ich etwas zur ersten Unterrichtseinheit mitbringen?

Video

Ursprünglich stammt QiGong aus den chinesischen Kampfkünsten, es wird aber schon seit etwa 50 Jahren im westlichen  medizinischen Kontext eingesetzt. Das Erlernen und Durchführen von QiGong-Übungen dient der Stabilisierung des Körpers und soll (Krebs-) Patienten helfen, die unerwünschten Effekte der Erkrankung und der Therapie, wie z.B. Schwächegefühle oder Unwohlsein, zu verringern. Somit wird der Patient befähigt, selbst etwas für seine Genesung und sein Wohlbefinden zu tun. Es geht darum, einen Gleichklang zwischen Geist und Körper herzustellen, also körperliche Prozesse in Gedanken nachzuvollziehen, um eine innere Harmonisierung zu erreichen. Die körperliche Bewegung unterstützt diese Gedankenprozesse.

Zu Beginn empfiehlt es sich, einen Lehrer oder eine Gruppe aufzusuchen, um die 18 QiGong-Bewegungen zu erlernen. Mit zunehmender Erfahrung und Praxis kann QiGong auch selbstständig durchgeführt werden.

Einführungsvideo zu QiGong (05:16 Min.)

Dr. med. Lampe von der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock informiert über die Besonderheiten und die positive Wirkung von QiGong während und nach einer Krebstherapie.

 

QiGong zum Mitmachen (08:19 Min.)

Dr. med. Lampe von der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock zeigt einfache Übungsbeispiele des QiGong.

weiterführende Informationen

Folgende Quellen bieten weitere Informationen zu QiGong. Sie finden dort allgemeine Erklärungen, Erläuterungen zu verschiedenen Übungsreihen bzw. Stilen und auch konkrete Übungsanleitungen.

  • Die Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. (AGTCM) ist eine berufsübergreifende Interessensgemeinschaft und setzt sich seit 1954 für Qualität in Lehre und Anwendung der Chinesischen Medizin, für die Bewahrung traditioneller Werte sowie die Vermittlung und Weiterentwicklung der Chinesischen Medizin in ihrer Vielfalt ein. Sie bietet unter anderem Informationen zu QiGong an.
    >> Link zur Webseite
  • Die Deutsche QiGong-Gesellschaft e.V. wurde 1990 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein, welcher unter anderem Informationen zu QiGong bereitstellt, Wirkungsweisen des QiGong erforscht sowie Lehrer ausbildet und vermitteln kann.
    >> Link zur Webseite
  • Dem Deutschen Dachverband für QiGong und Taijiquan e.V., einem Verbund ausbildender Institute, Schulen, Vereinen, Verbänden und Ausbildern gehören aktuell über 60 Mitgliedsorganisationen an.
    >> Link zur Webseite
  • Web-Portal für Taijiquan und QiGong, bereitgestellt vom Deutschen Dachverband und der Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum, ein Zusammenschluss von Vereinen, Schulen und Trainern in Deutschland.
    >> Link zur Webseite
  • Die Societas Medicinae Sinensis – Internationale Gesellschaft für Chinesische Medizin e. V. (SMS) wurde 1978 in München gegründet. Der gemeinnützige Verein bietet u. a. Informationen zu Qigong und Taiji Quan.
    >> Link zur Webseite
  • Engelhardt, Ute: Die klassische Tradition der Qi-Übungen (Qigong), 2. Auflage, Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft, Uelzen 1997, ISBN  3-88136-185-5

 

 

 

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